Der Bayerische Garten

Der Bayerische Garten

Foto: Uwe Sundermann

Die Weltausstellung Reformation in Wittenberg im Sommer 2017 war eine der bundesweit zentralen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr. Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern beteiligte sich mit einer großen Installation, dem Bayerischen Garten. Die über 50 Freiwilligen aus Bayern – von der 17-jährigen Schülerin bis zum pensionierten Oberkirchenrat – führten tausende Gespräche mit zehntausenden von Besucherinnen und Besuchern.

Zum Bayerischen Stand gehörten eine 80-Meter lange Weihnachtskrippe, gestaltet von Martin Burchard, mit 2017 Holzstreben, an denen christliche und reformatorische Zeitgeschichte in Auszügen dargestellt wurde. Sechs Blumenrondelle befassten sich mit dem Leben und Wirken von sechs bayerischen Persönlichkeiten, von derem Engagement zu ihrer jeweiligen Zeit wir bis heute profitieren können:

  • Olympia Morata, Humanistin und Botschafterin der Reformation (1526 – 1555)
  • Johann Pachelbel, Organist und Komponist (1653 – 1706)
  • Amalie Rehm, erste Oberin der Neuendettelsauer Diakonissen (1815 – 1883)
  • Johann Flierl, Missionar in Papua-Neuguinea (1858 – 1947)
  • Karl Steinbauer, Pfarrer im Nationalsozialismus (1906 – 1988)
  • Else Müller, Brückenbauerin (1915 – 1987)

Hier zwei Eindrücke von Freiwilligen:

„Ich sprach mit einer Frau, die ich eingeladen habe, ganz tief in die Krippe zu blicken und nachzuspüren, wie es ist, zwischen sich und dem Himmel keine Schranken mehr zu sehen. Sie war sehr lange auf der Leiter gestanden und kam mit Tränen in den Augen wieder herunter.“

Ein anderer Freiwilliger sprach “mit einem Chemiker, einem Atheist, der mich glauben machen wollte, dass es keinen Gott gibt. Ich konnte ihn vom Gegenteil nicht überzeugen, aber zum Nachdenken anregen. Wir schieden wie zwei Freunde auseinander.”

Ausstellungsinhalte des Bayerischen Gartens in der Online-Ausstellung

 

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