Reformationsjubiläum in Bayern
Weltausstellung Reformation in Wittenberg eröffnet

Mit der Eröffnung der Weltausstellung am Samstag, 20. Mai 2017 zeigt sich Martin Luthers Wirkstätte 500 Jahre später als Weltstadt der Reformation.

In ihrer Predigt bezeichnete Margot Käßmann die Weltausstellung als das Herzstück des Jubiläumsjahres. Neben dem Ratsvorsitzenden der EKD Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm war unter den zahlreichen prominenten Ehrengästen auch Bundespräsident Frank Walter Steinmeier. Im Stationenweg der EKD und seinem Truck sah er ein klares Zeichen dafür, dass das Reformationsjubiläum ein europäisches Ereignis ist. Der Truck steht den Sommer über im Eingangsbereich der Weltausstellung. Wer vom Bahnhof her zur Weltausstellung kommt, geht durch Tore mit den Bannern der 67 teilnehmenden Städten aus 19 Ländern.
Die Weltausstellung selbst spielt sich größtenteils in den Wallanlagen Wittenbergs ab. Der Besucher kann in sieben so genannten „Torräumen“ verweilen, die jeweils einzelnen Themen gewidmet sind: Von der Globalisierung bis zu Gerechtigkeit und Spiritualität, Ökumene und Kultur. Es präsentieren sich 80 Aussteller. Auf dem Programm stehen über 2.000 einzelne Veranstaltungen während der 95 Tage des Reformationssommers.

Auch die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern ist vertreten. Der »Bayerische Garten« ist ebenfalls am Samstag eröffnet worden. Die wohl längste Krippe der Welt des Tübinger Künstlers Martin Burchard (80 m lang!) lädt mit 2017 Holzstücken den Besucher zu einer Zeitreise in die Geschichte des Christentums ein. Unter einer pavillonähnlichen Konstruktion kann man sich mit Texten, Hörproben und Videos über drei Frauen und drei Männer aus Bayern informieren, die exemplarisch für evangelisches Leben in den Epochen nach Martin Luther stehen und mit den Freiwilligen und Hauptamtlichen vor Ort ins Gespräch kommen. In Blumenbeeten können die Besucher zudem selber etwas einpflanzen und ein kleiner Biergarten lädt zur Rast ein.