Reformationsjubiläum in Bayern
Tor der Freiheit
Stationenweg Nürnberg

„Tor der Freiheit“ neben Lorenzkirche aufgestellt

Seit diesem Mittwoch – dem 06.04.2017 – weist ein hölzernes „Tor der Freiheit“ neben der Nürnberger Lorenzkirche auf die Ankunft des Reformationstrucks“ hin. Der soll am 22. April nach Nürnberg kommen. Nürnberg ist einer von drei bayerischen Halten auf dem „Europäischen Stationenweg“, neben Augsburg und Coburg. Unter dem Motto „Aug und Ohr der Reformation“ ist das Tor Teil der Weltausstellung 2017 in Wittenberg. An Bord hat der Lkw Geschichten, Bilder und Filme, die sich mit der Reformation und dem 500. Jubiläum des ThesenanschlagsMartin Luthers beschäftigen. Julia Lehner, Kulturreferentin der Kirche Stadt Nürnberg, sowie Stadtdekan Jürgen Körnlein, zugleich auch Vorsitzender des Rates der Religionen, stellten das Projekt am Mittwoch vor.
Seit 3. November 2016 bereist der Truck auf Initiative der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) und dem Schweizer Evangelischen Kirchenbund (SEK) 68 Orte in 19 verschiedenen Ländern. Dabei markiere jede Station einen wesentlichen Aspekt der Reformation wie Nürnberg als „Medienzentrum Martin Luthers“, sagte Jürgen Körnlein. Thematisiert würden Impulse des reformatorischen Aufbruchs bis in die Moderne, die medial aufbereitet wurden. Auch Nürnberg ist mit einem siebenminütigen Filmbeitrag dabei, für den Iris Köglmeier, Jugendreferentin der Evangelischen Jugend Nürnberg (EJN), in die Rolle eines Engels schlüpfte, der durch die ehemalige Reichsstadt führt.

Darüber hinaus werden beim Rahmenprogramm mit Musik und Gesprächen unter anderem Poetry-Slammer Felix Kaden, der Dramaturg des Nürnberger Staatstheaters, Johann Casimir Eule, oder der evangelische österreichische Bischof Michael Bünker auftreten. Am Abend soll es ein „Nürnberger Religionsgespräch“ im Historischen Rathaussaal geben. Vertreter von vierWeltreligionen
werden dann unter dem Motto „Meine Wahrheit“ ihre Religion vorstellen und einen Segen stiften, sagte Körnlein.

– epd Nachrichten