Reformationsjubiläum in Bayern
Schweinfurter Evangelische feiern 475 Jahre Reformation

Mit einem Festgottesdienst am 11. Juni feiern die evangelischen Christen in Schweinfurt die Einführung der Reformation in ihrer Stadt
vor 475 Jahren. Schweinfurt war zwar nicht die erste Reichsstadt, die Martin Luthers Lehre von 1517 folgte, sondern zog erst 25 Jahre später nach. Landgraf Philipp I. von Hessen hatte im Jahr 1542 den Reformator Johannes Sutellius nach Schweinfurt entsandt. Der Magister hielt dort am 11. Juni die erste evangelische Predigt der Stadt und war daraufhin bis zum Jahr 1547 der erste evangelische Pfarrer in Schweinfurt. Zum Festgottesdienst „Tönet ihr Pauken, erschallet Trompeten“ kommt auch Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm.

Darüber hinaus thematisieren die Schweinfurter im 500. Jahr der Reformation ihr etwas jüngeres städtisches Jubiläum mit mehreren Veranstaltungen. Zentral dabei ist die gemeinsame Ausstellung des Stadtarchivs Schweinfurt und der Museen und Galerien der Stadt Schweinfurt im Gunner-Wester-Haus: „Anno 1542 alß das Wortt Gottes alhier auffkommen – Die Einführung der Reformation in der Reichsstadt Schweinfurt.“ Anhand von Originaldokumenten wird die Vorbereitung, Durchführung und Konsolidierung der Reformation seit den 1520er Jahren bis zur Annahme der Konkordienformel – dem verbindlichen Glaubensbekenntnis der Lutheraner – im Jahre 1577 dargestellt.

Zur Ausstellung veranstaltet das evangelische Dekanat mehrere Begeleitvorträge, die sich mit der Einführung der Reformation in der Stadt, aber zum Beispiel auch mit dem Kirchenlied des 16. Jahrhunderts oder dem Schweinfurter Konfessionsbild beschäftigen. Die Vorträge finden allesamt im Martin-Luther-Haus statt.

Text: epd

Bild © Rouven Weidenauer