Reformationsjubiläum in Bayern
Reformationsausstellung in Nürnberger Egidienkirche

Zum 500. Reformationsjubiläum stellen in St. Egidien in Nürnberg vier Künstler ihre Auseinandersetzung mit Wort, Schrift und der
Bibel vor. Wie Pfarrer Martin Brons dem Evangelischen Pressedienst (epd) am Freitag sagte, stellt die Ausstellung „re:format:ion – fort geschrieben“ eine „optische Rückkoppelung zum reformatorischen Prinzip ’sola scriptura’“ dar. Die Ausstellung dauert vom 23. Juni bis 14. Juli.

Hasso von Henninges präsentiert die Passionsgeschichte in 15 Tafeln, die um das Taufbecken der Egidienkirche aufgelegt sind. Wie bei alten Bibelhandschriften seien Texte aus Platzgründen überschrieben und bis zur Unkenntlichkeit verdichtet, sagt Brons. Giorgio Hupfer schrieb auf 16 Blättern von den Rändern her kalligraphisch Verse der Bergpredigt und lässt in der Mitte der Meditationstafeln eine weiße Fläche. Sabine Neubauer hat 15 gebrauchte Lutherbibeln aus verschiedenen Epochen zur Schriftrolle vereint. Auf die Glastüren des Windfangs der Kirche schreibt Johannes Volkmann den Text der Babylonischen Sprachverwirrung. Im Mittelgang hat er eine Herdplatte aufgesetzt, auf der ein Topf mit Buchstabensuppe köchelt.

Die Ausstellung ist in ökumenischer Kooperation mit der Künstlerseelsorge des Erzbistums Bamberg und der Kunstbeauftragten im Dekanat Nürnberg entstanden. Am 23. Juni wird sie um 18 Uhr mit einem Rundgang eröffnet. Eine ökumenische Vesper im Zuge der gleichzeitig stattfindenden Internationalen Orgelwoche findet am 5. Juli statt.

Bild © Wolfgang Dirscherl

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