Reformationsjubiläum in Bayern
Reformation in der Region
Wanderausstellung des Gymnasiums Scheinfeld

Im Rahmen des P-Seminars hatten die 14 beteiligten Schüler Aufgaben in zwei verschiedenen Bereichen zu erfüllen:

Zum einen wurden vier Teams gebildet, die sich um das Layout der Roll-Ups, die Öffentlichkeitsarbeit, die Finanzierungsfragen und die Organisation der Ausstellungen an den verschiedenen Orten kümmern mussten. In diesem Bereich waren nur gelegentlich motivierende Impulse der Seminarleitung nötig.

Zum anderen wurden allein oder zu zweit die Inhalte der der Roll-Ups erarbeitet. Hier stießen die Schüler auf sehr unterschiedliche Quellenlagen, gab es doch in einigen Gemeinden gute Aufarbeitungen der Reformationsgeschichte, in anderen nur wenige und lückenhafte Informationen. Erfreulich war hierbei die Unterstützung durch lokale Institutionen (Kommunalverwaltungen, Pfarrämter) und lokalhistorisch versierte Informanten. Nach einem sehr informativen Besuch des Seminars im Landeskirchlichen Archiv (Herr Dr. Daniel Schönwald) trauten sich die Schüler auch, Unterstützung dort und im Diözesanarchiv Bamberg zu suchen. Die z.T. komplexen Zusammenhänge machten es freilich auch erforderlich, dass die Seminarleitung in diesem Bereich stärker unterstützend tätig wurde.

Bereits am 01.07. wurden drei „Prototypen“ der Roll-Ups im Rahmen des Reformationsfestes in Nürnberg im Chor der Sebalduskirche gezeigt. Das Interesse der Besucher und die positiven Rückmeldungen wirkten sich sehr gut auf die Motivationslage der Schüler/innen für die restlichen Arbeiten aus. Auch bei den weiteren Veranstaltungen mit der kompletten Ausstellung erhielten die Projektmitarbeiter/innen viel Lob und Anerkennung auch aus berufenem Munde. Auch das Rothenburger Sonntagsblatt zeigte sich beeindruckt und brachte einen ganzseitigen Artikel. Diese positive Resonanz machte die Schüler/innen nicht nur zu Recht stolz auf ihre Arbeit, sondern wischte auch letzte Reste einer anfänglichen Skepsis hinsichtlich des Sinnes des Projektes beiseite.

Auch wenn die Ausstellung sicher nicht an professionelle Vorbilder heranreicht, hat sie dennoch ein erfreulich hohes inhaltliches und formales Niveau. Angesichts des Interesses und der Reaktion der Besucher kann resümiert werden, dass das Ziel des Projekts, Interesse für die lokale Reformations-geschichte zu wecken und grundlegende Informationen darüber einer breiteren Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, erreicht wurde. Ein weiteres Zeichen des Erfolgs ist, dass bereits drei Anfragen vorliegen, die Ausstellung im neuen Jahr an anderen Orten nochmals zu zeigen. Auch haben Kommunalvertreter Interesse geäußert, das ihren Ort betreffende Roll-Up dauerhaft zu bekommen. Außerdem regten Besucher an, den Inhalt der Ausstellung als Broschüre herauszugeben.

Text und Bilder: Wolfram Schröttel

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