Reformationsjubiläum in Bayern
Ökumenisches Christusfest zum Reformationsjahr

Drei Tage lang feiern die Weilheimer das 500. Reformationsjubiläum: Von Donnerstag (29. Juni) bis Samstag (1. Juli) ist der Marienplatz im Stadtzentrum für das Ökumenische Christusfest reserviert. Highlights sind die Trucks des „Wort.Transport“ und eine Stadtralley für Schüler, die amerikanischen Luther-Ausstellung „Here I stand“, ein Katharina-von-Bora-Kräuterteeworkshop und der ökumenische Festgottesdienst mit anschließendem Musik-Fest. Die evangelische und die katholische Kirche planen das dreitägige Fest gemeinsam, weil das Jubiläum „weniger Rückblick, sondern Ausblick“ sein solle, schreiben die Veranstalter.

Die Vormittage gehören den Schulkindern: Am Donnerstag rollt der „Wort.Transport“ mit mehreren Trucks nach Weilheim. Das Nürnberger Amt für Gemeindedienst (afg) hat die Roadshow konzipiert, die auf frische Art über den Alltag der Familie Luther berichtet und sogar eine historische Druckerpresse im Gepäck hat. Am Freitag gehen die Schülerinnen und Schüler auf eine Entdeckungsreise durch Weilheim: Stationen sind soziale Einrichtungen wie die „Tafel“, kirchliche Kunstwerke und ein Geschichtsexkurs in die Reformationszeit mit dem Weilheimer Museumsleiter Tobias Güthner.

Am Donnerstagnachmittag steht Katharina von Bora im Mittelpunkt: Um 15 Uhr ist das Theaterstück „Gespräch mit der Lutherin“ zu sehen. Am Katharina-Kräutertee-Tisch kann jeder seinen persönlichen Reformationstee zusammenstellen. Lutherspiele, Lutherquiz und Gespräche in „Luthers Biergarten“ runden den ersten Abend ab. Am Freitagnachmittag bietet die Bühne von 15 bis 18.30 Kultur: Kabarett mit Herzogsägmühl-Chef Wilfried Knorr, Gospel- und Kinderchor, Interviews mit Vertretern von Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. 300 Papphocker verbreiten Kirchentagsflair – und laden Passanten zu Gesprächen über Gott und die Welt. Um 19 Uhr spielt das Theater Herzogsägmühle sein Stück „Gottes Gesinde(l)“.

Die Evangelische Dekanatsjugend präsentiert am Samstag ab 15 Uhr mit ihrem Programm „Reformation reloaded“ ihrer Vision von „Kirche der Zukunft“. Den Schlusspunkt setzt um 19 Uhr der ökumenische Open-Air-Festgottesdienst mit Agape-Feier. Die Tatkraft der Besucher ist gefragt: Seine Sitzmöglichkeit bringt jeder selber mit – und am besten noch ein Instrument fürs anschließende große Fest, bis die Posaunen vom Turm der Stadtkirche zum Zapfenstreich blasen.

Bild © Petra Discherl by pixelio