Reformationsjubiläum in Bayern
Luther zum Miterleben
Theaterprojekt in Langenzenn

Wer schon immer mal Martin Luther oder Katharina von Bora begegnen wollte, sollte in diesem Sommer nach Langenzenn fahren. Die Hans Sachs Spielgruppe Langenzenn und die Klosterhofspiele Langenzenn inszenieren zum Reformationsjubiläum ein Luther-Theaterstück. Lange sitzen muss man hier allerdings nicht.

Die Inszenierung unter der Leitung von Klaus Roscher, dem Vorsitzenden der Hans-Sachs-Spielgruppe, beruht auf dem Drehbuch zum Film „Luther“ von Eric Till aus dem Jahr 2003. Joseph Fiennes spielte damals den Reformator Martin Luther, der durch seine Erkenntnisse den mittelalterlichen Glauben grundlegend veränderte.

20 Aufführungen finden, unter der Regie von Gabriele Küffner, von Juni bis August 2017 in Langenzenn statt. Das Stück beginnt jeweils um 20 Uhr in der Stadtkirche in Langenzenn. Dreieinhalb Stunden dauert die gesamte Aufführung, wird jedoch immer wieder durch Spielortwechsel unterbrochen. In der Stadtkirche erleben die Zuschauer Luthers Leben bis zur Entsendung nach Wittenberg, unterstützt durch eine Videoinstallation und musikalische Komposition von Christoph Drews und Monika Roscher. Auf dem Markt vor der Kirche werden die Zuschauer in das mittelalterliche Marktgeschehen einbezogen und im Klosterhof können sie die Hochzeit des Reformators mit Katharina von Bora erleben.

Die Dreiteilung des Theaterstücks passe gut in die Zeit, erklärt die Regisseurin Gabriele Küffner und meint damit, dass gerade im Mittelalter eine große Schere zwischen arm und reich klaffte. Arme Menschen, die sich nichts leisten, nicht lesen konnten, Reiche, die studieren durften und Kirchenleute, denen es gut ging. Luther sei gut aufgehoben in der Vergangenheit, sagt Küffner, aber der Mensch Luther sei es wert und deshalb auch der Schwerpunkt des Stücks. „Luther selbst ist eine Faszination, von dem viele Menschen heute etwas lernen können und zwar zu dem zu stehen, was man sagt“, sagt die Regisseurin. Die Idee für das Stück hatte der evangelische Regionalbischof Stefan Ark Nitsche. Für ihn sei es wichtig gewesen, die Kernsachen auf den Punkt zu bringen, aber nichts Neues schreiben zu müssen.

Die Hans-Sachs-Spielgruppe Langenzenn ist vor allem als Theatergruppe mit Stücken wie „Jedermann“ und „Brandner Kaspar“ bekannt geworden. Die Hans-Sachs-Spielgruppe inszenierte unter anderem schon „Faust“ zusammen mit den Klosterhofspielen Langenzenn. Die Klosterhofspiele sind im Landkreis Fürth im Bereich des Amateurtheaters bekannt geworden. Im Jahr 2016 spielten sie das Stück „Der zerbrochene Krug “, 2014 „Der Sommernachtstraum“.

Weitere Informationen und Karten gibt es auf der Web-Site der Hans-Sachs-Spiele, (Tel. 09101/9052583 bzw. Mail) oder auf der Web-Site Klosterhofspiele (Tel: 09101-9043530 bzw. Mail)

Foto: Corinna Russow

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