Reformationsjubiläum in Bayern
Wie im Himmel
Musik von Johann Pachelbel

Wer seinen Kanon hört, erkennt sofort den tragenden Bass und die zarten Geigen, die darüberschweben. Hinter dieser schönen Musik steckt eine spannende Lebensgeschichte: Der Kirchenmusiker Johann Pachelbel hatte ein Leben voller Höhen und Tiefen.

Geboren in Nürnberg, sollte er auch die meiste Zeit seines Lebens dort als Kirchenmusiker verbringen. Dazwischen aber lebte er in Wien, Eisenach, Erfurt und Stuttgart. In Erfurt kamen beruflicher Erfolg und privates Glück zusammen: Pachelbel lernte hier die Familie Bach kennen, gestaltete Gottesdienste und Staatsempfänge mit seiner Musik und heiratete. Doch dann starben seine Frau und sein kleiner Sohn an der Pest. Johann Pachelbel findet in der Musik Trost und komponiert „Musikalische Sterbensgedanken“. Er heiratet wieder und wechselt an den Hof nach Stuttgart – bis er vor drohendem Krieg fliehen muss. Trotz all dieser Krisenerfahrungen bleibt die Musik für ihn ein Himmelsglanz auf der Erde und er wird nicht müde, Gott damit zu loben.

Übrigens spielte Musik auch für die Reformation eine wichtige Rolle: Lieder wie „Ein feste Burg ist unser Gott“ verbreiteten die reformatorischen Botschaften. In diesem Sinne trug auch Pachelbel mit seiner Musik den Glauben weiter! Deshalb wird er auch eine der Personen sein, die im Bayerischen Garten in Wittenberg vorgestellt werden.

Bild © jubalslyre.com

Kommende Veranstaltungen
Alle Veranstaltungen