Reformationsjubiläum in Bayern
Halbzeit auf der Weltausstellung Reformation
Noch bis zum 10.September in Wittenberg

Inzwischen ist Halbzeit auf der Weltausstellung Reformation „Tore der Freiheit“ in Lutherstadt Wittenberg. Die groß angelegte Freiluftausstellung in den Wallanlagen um die historische Altstadt findet bereits seit zwei Monaten begeisterten Anklang bei allen Besuchern.

Auch wenn die Gesamtzahl der Gäste hinter den hohen Erwartungen zurückbleibt, ist das Angebot selbst beeindruckend: So kann man sich in Wittenberg von einem Roboter segnen lassen, die Bibel mit der Technik des 16. Jahrhunderts selbst drucken oder mit einer großartigen Multimedia-Installation der eigenen Taufe nachspüren; Kunstinstallationen wie Flüchtlingsboote am Schwanenteich oder Spiegel, die in den Himmel ragen, geben neue Perspektiven auf Spiritualität und humanitäre Verantwortung. Im Asisisi-Panorama wird das Wittenberg zur Zeit Luthers erlebbar und im Alten Gefängnis stellen zeitgenössische Künstler ihren Blick auf das Thema Freiheit dar.

Der Bayerische Garten – die Präsenz der Evangelisch Lutherischen Kirche in Bayern – hat bisher etwa 10.000 Gäste angezogen. Auf etwa 1000 Quadratmetern zeigt die Große Krippe des Künstlers Martin Burchard mit 2017 Kanthölzern auf 80 Meter Länge die Bedeutung der Menschwerdung Gottes. Dazu kommen dann noch attraktive Kurzvorstellungen von Persönlichkeiten aus 500 Jahren Evangelisch in Bayern.

Projektleiter Roger Schmidt zeigt sich zufrieden: „Wir haben täglich ein paar hundert Menschen, die unser Angebot wahrnehmen, die Große Krippe entlanggehen und sich unsere Ausstellung ansehen. Damit ergeben sich auch jeden Tag dutzende vertiefende Gespräche mit den Freiwilligen aus Bayern und genau darum geht es in diesem Jahr: Menschen zu begegnen und gemeinsam zu entdecken, wo wir heute mit Gott neu anfangen können.“ Ohne die Teams aus freiwilligen Helferinnen und Helfern, die jede Woche aus Bayern anreisen, wäre die Veranstaltung nicht zu stemmen. Die bald 50 Freiwilligen sind durchweg begeistert vom Angebot der Weltausstellung und den vielfältigen Begegnungen, sowohl mit den Besuchern als auch mit anderen Ausstellern aus ganz Deutschland und der Welt. „Für mich war die Woche sehr prägend und ich werde lange davon zehren können“, schreibt eine Freiwillige nach ihrem Einsatz.

Der Bayerische Garten wird auch zu einem Forum der Begegnungen. Partnerschaftsgruppen aus Bayern und der Welt oder das FrauenWerk Stein waren schon zu Besuch. Das FrauenWerk Stein brachte Argula von Grumbach mit und gestaltete mit den Besuchern ein Portrait der bayerischen Reformatorin.

Und wer nach all diesen Aktionen durstig ist, findet jetzt auch im neu gestalteten Biergarten neben dem Riesenrad einen schönen Platz, um etwas Ruhe zu finden oder den Donnerstagabend mit Musik ausklingen zu lassen. Übrigens: Das Riesenrad kann auch ein romantischer Ort für besondere Anlässe sein. Kürzlich gab sich ein Paar hier das Ja-Wort.

 

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