Reformationsjubiläum in Bayern
Fürther Kunstprojekt zeigt Luthers Sprache

Martin Luther beim Wort nimmt die Fürther Künstlerin Petra Annemarie Schleifenheimer im „Reformkiosk“ im Fürther Stadtpark. In ihrer Installation, die bis zum 3. Oktober zu sehen ist, forsche sie den Ursprüngen der lutherischen Begriffe auf persönliche Weise nach, sagte Schleifenheimer am Dienstag dem Evangelischen Pressedienst (epd).

Sie wolle der lutherischen Sprache den pointierten Rahmen verleihen, der ihr gebühre. Luthers ebenso feinem wie manchmal derbem Sprachwitz seien Begriffe wie „Lästermaul“, „Denkzettel“, „Gewissensbisse“, „aus seinem Herzen eine Mördergrube machen“, etwas „ausposaunen“ oder „Herzenslust“ entsprungen, erklärte Schleifenheimer.

Mit dem Kunstprojekt „Reformkiosk“ will ein Kunstteam in Fürth Grundgedanken der Reformation sichtbar machen und zur Diskussion stellen. Bei Konzerten, Ausstellungen, Lesungen, Installationen und Gottesdiensten stehen die Worte „Wandel“, „Begegnung“, „Spiritualität“ und „Freiraum“ im Zentrum, erklären die Veranstalter.

Bild © kladu / pixelio

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