Reformationsjubiläum in Bayern
Das Projekt G-Code - Ein reformatorischer Hörweg

Martin Luther hat Kopfhörer auf seinen Ohren, Katharina von Bora hält einen QR-Code in der Hand. Wenn Sie den Code mit Ihrem  Smartphone scannen, hören Sie kurze Beiträge mit reformatorischen Impulsen zum Thema Gleichstellung. Ein Hörbeitrag z. B. trägt den Titel: „Freiheit eines Christenmenschen“. „Das ist eine Hörstation, bei der es um das Thema Reformation und Demokratie geht“, erläutert Nicole Richter, Fachbereichsleiterin im Frauenreferat der Evangelischen Kirche von Westfalen und Initiatorin des G-Code-Projektes. Andere Stationen heißen „Das Weib schweige in der Gemeinde?“ –  zum Thema Frauen im Pfarramt oder „Herrlich ist dämlich“  – zur Gleichstellung in der Sprache. In fünf Audios diskutieren Katharina von Bora und Martin Luther – als fiktive Personen – über verschiedene Themen und manchmal meldet sich auch Gott zu Wort. Die Audios sind pointiert und humorvoll. Außerdem kommen prominente Persönlichkeiten wie u.a. der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm, die Reformationsbotschafterin Margot Käßmann und Präses der EKvW Annette Kurschus zu Wort. Der Begriff „G-Code“ steht für „Gender-Code“, also für den geschlechtersensiblen Blick.

Bei dem Projekt handelt es sich um eine gemeinsame Initiative der Konferenz der Frauenreferate und Gleichstellungsstellen in den Gliedkirchen der EKD.
Die G-Codes können vielfältig eingesetzt werden. Auf Roll-ups gedruckt können sie als Ausstellung genutzt werden. Auf Plakaten eignen sie sich für reformatorische Impulse bei Seminaren oder einem Gemeindeabend. Auf bedruckten Postkarten kann man reformatorische Impulse ins Land verschicken und mit Servietten ein Kaffeetrinken „reformatorisch“ gestalten.

Wer Interesse an dem Projekt „G-Code“ – „5×3 Minuten Reformation zum Hören“ hat, einen reformatorischen Hörweg in einer Gemeinde oder Einrichtung plant oder andere Materialien bestellen möchte, kann sich an Nicole Richter im Frauenreferat der EKvW unter 02304-755-234 wenden. Weitere Informationen zu dem Projekt bekommen Sie auch unter
www.g-code.de.

Der reformatorische Hörweg „G-Code“ wird im Jubiläumsjahr 2017 an verschiedenen Stellen zu erleben sein, zum Beispiel beim Demokratiekongress des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am 14.03.2017 in Berlin www.zusammenhalt-staerken.de und beim Deutschen Evangelischen Kirchentag vom 24.-28.05.2017 im Zentrum Gender. Bei der Weltausstellung in Wittenberg wird es zudem begleitete G-Code-Rundgänge geben, insbesondere während der Themenwoche „Familie, Gender und Lebensformen“ vom 9.-14.08.2017. Zudem wird der G-Code in Wittenberg bei der Präsentation der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern zu sehen sein (Ausstellung und Biergarten).

Weitere Informationen zur Umsetzung

Passend zu den fünf Themen des G-Code-Projektes wurden fünf farbige Layouts mit QR-Codes erstellt. Wenn man einen QR-Code mit dem Smartphone scannt, öffnet sich der Hörbeitrag und man kann am Handy die reformatorischen Audios anhören. Die G-Codes können auf unterschiedliche Materialien gedruckt werden. Das bedeutet, dass zur pädagogischen Vermittlung mehrere Möglichkeiten zur Verfügung stehen.G-Code Ausstellung

  • Die G-Code Ausstellung
    besteht aus sechs Roll-ups – fünf Hörstationen und einer Informationstafel. Diese Roll-ups können z.B. im Foyer einer Schule, bei Projekttagen oder in Gemeindehäusern/Kirchen ausgestellt werden. Dazu können begleitete Rundgänge angeboten werden oder die SchülerInnen gehen den Hörweg nach einer kurzen Einführung selbständig allein oder in Kleingruppen. Im Anschluss können die Inhalte gemeinsam aufgearbeitet und diskutiert werden.
  • G-Code Hörweg
    Sie planen gemeinsam mit den SchülerInnen einen reformatorischen Hörweg und legen diesen auch praktisch an. Dazu werden Schilder 10*10 cm z.B. an Parkbänken oder anderen Orten um die Schule, die Kirche herum befestigt. BesucherInnen, Eltern, Interessierte werden auf das reformatorische Projekt hingewiesen und zu einem Besuch des Hörwegs zusammen mit den SchülerInnen eingeladen. Darüber hinaus ist der Hörweg auch eine Möglichkeit kirchenpolitische Inhalte im öffentlichen Raum sichtbar und hörbar werden zu lassen.
  • G-Code als Unterrichtseinheit
    Die G-Codes können auf Plakate oder Postkarten gedruckt im Klassenraum oder auf einem Flur aufgehängt werden. Die SchülerInnen gehen in Kleingruppen zu den einzelnen Stationen, scannen die Codes, hören die Beiträge und anschließend werden die Inhalte im Plenum besprochen oder in weiteren Stunden vertieft bearbeitet.
  • G-Codes ohne Handyscan
    Alle Hörbeiträge sind zudem online auf www.g-code.de zu finden. Sie können somit auch ohne den Einsatz von Handys im Unterricht arbeiten. Eine Hörstation kann jeweils zum Einstieg in einer Stunde vorgespielt werden. So können Sie in fünf Stunden einen neuen reformatorischen Impuls setzen, über den dann anschließend vertieft diskutiert werden kann.
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