Reformationsjubiläum in Bayern
Die Botschaften von 2017
Abschluss der Weltausstellung Reformation

Die Botschaften von 2017 -das war das Thema der letzten Woche Weltausstellung Reformation in Wittenberg. Dazu gab es jeden Tag Rundgänge durch die Torräume, bei denen die Botschaften eingesammelt und gemeinsam diskutiert wurden. Beim Bayerischen Garten waren dafür die Reformationsbotschafterin Margot Käßmann und die Präses der EKD-Synode Irmgard Schwätzer zuständig. Ihnen wurden die Botschaften in Form der Großen Krippe übergeben, denn diese war Teil der Botschaften: Wir brauchen Zeigwerke des Glaubens, die einen Raum zur Selbstreflexion eröffnen. Die Krippe lud auch dazu ein, sich selbst zu beteiligen und solche Formen brauchen wir, damit Glaube lebendig und persönlich wird. Auch den Mut, Menschen mit konkreten Lebensgeschichten mit all ihren Ambivalenzen in den Mittelpunkt zu stellen, braucht Kirche. Und nicht zuletzt war es eine wertvolle Erfahrung, als Kirche im öffentlichen Raum offen zu sein: Kirche muss sich aus der Sicherheit ihrer Kirchgebäude hinaus begeben. Eine solche Offenheit macht Menschen offen.

Beim Abschlussgottesdienst am Sonntag mit rund 2.000 Menschen auf dem Wittenberger Marktplatz war der Aufbruch in die Welt Thema. Margot Käßmann fasste die friedlich-fröhliche Stimmung der letzten Monate in Wittenberg zusammen und ermutigte dazu, „fröhlich in der Hoffnung“ zu bleiben und diese Hoffnung in die Welt zu tragen. Sie betonte die internationale und ökumenische Ausrichtung der Feierlichkeiten, die gerade im Vergleich mit den letzten Reformationsjubiläen ein Hoffnungszeichen seien. „Angst vor Veränderung muss nach diesem Sommer niemand haben.“ Wittenberg selbst wurde durch die Weltausstellung positiv verändert, wie eine Wittenbergerin im Gottesdienst berichtet. Dazu gab es Musik von Fritz Baltruweit, der während des Sommers auch den Abendsegen auf dem Marktpklatz gestaltet hatte, und einem Chor aus Volunteers, ohne die der Sommer nicht möglich gewesen wäre.

Was bleibt von diesem Reformationssommer, fragen viele. Es bleiben eine Menge an inhaltlichen Impulsen und Erfahrungen durch ein außergewöhnliches Experiment. Für die Wittenberger bleiben einige schöne Installationen und auch neue kirchliche Formate, wie die „Church@night“ an der hessischen Lichtkirche, die von 5 auf 400 Teilnehmende angewachsen ist. Für Bayern bleiben die Ausstellungselemente des Bayerischen Gartens: die Große Krippe und die Rondelle zu den verschiedenen Persönlichkeiten. Wie in den letzten Monaten, werden sie sicher noch viele inspirieren!

Und nicht zuletzt bleibt eine Kiste voller Gebete, Wünsche und Erinnerungen, die an der Großen Krippe ihren Platz gefunden hatten.

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