Reformationsjubiläum in Bayern
Wort.Transport.
Starnberg 04. Juli 2017

Die Roadshow des Amtes für Gemeindedienst zum Reformationssommer 2017

Fünf Wochen lang, vom 25.6. bis 30.7.2017, waren drei große Fahrzeuge, viele Menschen und noch mehr Programm auf einer Reise durch Bayern unterwegs, um mit Gemeinden und Dekanaten den Reformationssommer 2017 zu begehen.

27 Orte (von Selb bis Memmingen und von Übersee am Chiemsee bis Aschaffenburg) wurden an diesen 32 Tagen angefahren. Dabei legten alle Fahrzeuge gemeinsam eine Strecke von 36.000 Kilometern zurück und erreichten etwa 31.000 Personen. Bilder davon gibt es unter afg-elkb.

Verschiedene Teams aus dem Amt für Gemeindedienst hatten drei große Programmschwerpunkte und elf Zaungastmodule erarbeitet. Eine breite Palette: Vom Angebot für Kinder („Martin trifft Luther“) über ein Geruchsmemory oder ein biblischer Cache für Sprücheklopfer bis hin zu „Luthers Biergarten“ am Abend. Die Veranstalter vor Ort machten sich auch ihre Gedanken und brachten ihre Ideen ein. So wurden es 27 verschiedene Tage.

Auch die Plätze (vom Autohof bis zum Marktplatz), die Anfahrten und Teams waren täglich anders. Langeweile kam nicht auf.

Diakonin Sabrina Schade aus Memmingen schreibt: „Immer wieder bekomme ich, auch nach langer Zeit noch, die Rückmeldung, wie gut dieser Tag war, gerade aus der Sicht der Ehrenamtlichen: ‚Kirche kommt zu den Menschen, sie traut sich einmal heraus, was für eine positive Erfahrung und ein klares Statement!‘ … Am Ende war es ein Tag, bei dem über 50 Menschen aus verschiedenen Gemeinden mitgeholfen haben und diesen so zu einem schönen und nachklingendem Ereignis auf dem Marktplatz, mitten in der Stadt, haben werden lassen.“

Auch in social media-Kanälen sollte Wort.Transport. vertreten sein. Gäste und Veranstalter waren eingeladen, sich daran zu beteiligen. Unter Facebook oder unter Twitter sind die Ergebnisse zu betrachten. Pfarrer Christoph Breit schreibt dazu: „Dass der Wort.Transport. unterwegs ist, merkte man als Onliner ziemlich schnell. … Je länger die Aktion dauerte, desto größer war der Impact. … Der Wort.Transport. wurde zum digitalen Wanderzirkus.“

Gibt es ein Ergebnis? Das Fazit des Projektleiters, Diakon Friedrich Rößner, lautet: „Wenn wir als Kirche unsere Arbeit ‚Konsequent auf das Ziel hin‘ organisieren wollen, ‚einen niederschwelligen Zugang zur Liebe des menschgewordenen Gottes zu eröffnen‘ (Strategischer Hauptleitsatz von „Profil und Konzentration“), dann brauchen wir keine Berührungsängste vor dem öffentlichen Raum zu haben. Wir müssen uns allerdings auf die Kommunikationsformen und –orte des 21. Jahrhunderts einstellen, wir müssen auf Menschen zugehen und brauchen die dazu nötigen Ressourcen. Eine gute Zusammenarbeit von Gemeinden/Dekanatsbezirken und Akteuren im landesweiten Dienst ist dabei hilfreich.“

© Friedrich Rößner
Fotos: Herbert Kirchmeyer, Kerstin Dominika Urban

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