Reformationsjubiläum in Bayern
Vom Dunkel ins Licht
Nürnberg 18. Oktober 2017

Frauen der Reformation im süddeutschen Raum

Ausstellung vom 18.10 – 05.11.2017 im eckstein – Haus der evang.-luth. Kirche in Nürnberg

Frauen haben nichts zur Reformation beigetragen? Frauen haben sich nicht am reformatorischen Streit beteiligt? Frauen sind allenfalls als Ehefrauen der Reformatoren in die Geschichte eingegangen?

Von wegen! Zum Ende des Reformationsjubiläums-Jahres holte die Wanderausstellung Frauen der Reformationszeit des süddeutschen Raums vom Dunkel ins Licht. Sie zeigt Frauen an den Orten ihres Wirkens sowie ihre Beteiligung an der Reformation. Bei der Vernissage erläuterte die Leiterin der Fachstelle für Frauenarbeit des Frauenwerkes Stein, Frau Dr. Andrea König, vor einem interessierten Publikum die einzelnen Bildtafeln. Dabei wurde deutlich, dass die Reformation in den frühen 20er Jahren des 16. Jahrhunderts Frauen vielfältige Möglichkeiten der Mitwirkung bot. Viele Frauen waren dabei hochmotiviert, kreativ, zuweilen radikal und standen den Männern in nichts nach.

Ein paar Tage später ließ die Autorin Ursula Koch bei ihrer Lesung „Verspottet, geachtet, geliebt“ in einem Tischgespräch die Ehefrauen der Reformatoren die Reformationszeit aufleben – mit viel Einfühlungsvermögen in die damalige Zeit und auf Grundlage historischer Quellen.

Die Ausstellung selbst wurde in diesen Tagen vor dem Reformationsfest von vielen Besucherinnen und Besuchern des eckstein ausführlich beachtet.

Karin Mack
für die Kooperation von Evang. Fachstelle Alleinerziehende, evangelische stadtakademie nürnberg, Dekanatsfrauenbeauftragte Nürnberg