Reformationsjubiläum in Bayern
Vernissage Luther und der kulturelle Wandel
Altötting 03. März 2017

Im Rahmen des Reformationsgedächtnisjahres 2017 zeigte die Evangelisch- Lutherische Kirchengemeinde Altötting eine Wanderausstellung des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien (ThILLM) in der Stadtgalerie Altötting .

Unter dem Titel „Martin Luther und der kulturelle Wandel im konfessionellen Zeitalter“ wurde in der Stadtgalerie Altötting diese multimediale Ausstellung  präsentiert, die vom ThILLM und Lehramtsstudierenden unter Leitung von PD Dr. Jens Brachmann und Rigobert Möllers entwickelt wurde. „An Leben und Werk Martin Luthers lassen sich viele Einsichten gewinnen. Dabei soll es nicht allein um eine Erinnerung an die Leistungen Luthers und seiner Mitstreiter gehen. Vielmehr wollen wir mit unserem Engagement dieses Gedächtnisjahr der Reformation nutzen und Aspekte beleuchten, die im Kontext der Herausforderungen stehen, denen sich der Unterricht im 21. Jahrhundert stellen muss“, sagt Dr. Andreas Jantowski, der Direktor des ThILLM und verwieß darauf, dass z.B. die Frage nach dem Verhältnis von Religion, Kultur und Politik wieder hoch aktuell geworden sei.

Auch Pfarrer Hans-Ulrich Thoma machte deutlich: „Dieses Jahr ist auch eine riesengroße Chance für die Ökumene hier vor Ort. Denn auch die große katholische Weltkirche erkennt heute, dass Luthers Anliegen Wanderausstellung zum Reformationsgedächtnisjahr in der Stadtgalerie nach heutigem Stand der Theologie nicht nur legitim war, sondern beiden Konfessionen wichtige Impulse geben könnte, Wege zum gegenseitigen Verstehen auch wirklich zu gehen.“

Unterschiedliche Themenkreise umfasste diese Ausstellung: „Glaube und Freiheit“, „Kirche und Welt“, „Mensch und Kultur“ sowie „Sprache und Medien“. Ein virtuelles Angebot richtete sich besonders an jüngere Besucher: Man konnte in einem multimedialen Buch „blättern“ und anhand des Vaterunsers wichtige Wegstationen der Entwicklung der deutschen Sprache entdecken. Dabei beginnt der Spannungsbogen im 4. Jahrhundert n. Chr. mit der Gotenbibel des Bischof Wulfila und endet 2011 mit der „Basis-Bibel“, einer speziellen Bibelübersetzung für heutige Jugendliche.

− red

Bild © Verkehrsbüro Altötting

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