Reformationsjubiläum in Bayern
Stadt und Reformation – Krakau, Nürnberg und Prag (1500-1618)

Internationale Konferenz im Rahmen des historischen Städtevergleichs in Nürnberg

Dass Nürnberg mit seinen heutigen Partnerstädten Krakau und Prag bereits zur Zeit der Reformation vieles gemeinsam hatte, zeigte sich bei einem wissenschaftlichen internationalen Symposium, zu dem die Stadt Nürnberg kurz nach dem Reformationstag 2017 eingeladen hatte.

Namhafte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Polen, Tschechien, Österreich und Deutschland reflektieren die europäische Dimension des Reformationsgeschehens anhand der drei Städte Nürnberg, Krakau und Prag. Zwischen diesen drei Metropolen bestanden bereits seit dem späten Mittelalter intensive Handelsbeziehungen und es fand ein reger Kunst- und Kulturaustausch statt. Alle drei waren nicht nur bedeutende Medienzentren, sondern gestalteten im Zuge der Reformation auch das Bildungs-, Schul- und Armenwesens zugunsten der Bevölkerung. Weiterhin befasste sich das Symposium mit den Netzwerken und Kommunikationssträngen der städtischen Bildungs- und Wirtschaftseliten, Humanisten und Gelehrten sowie der Wechselwirkung von Kunst und Reformation.

Die Tagung war mit rund 460 Besuchern sehr gut besucht. Bei allen Vorträgen nutzte das interessierte Publikum dankbar die Möglichkeit zu einer Diskussion mit den jeweiligen Fachreferenten. Auch die angebotene Führung durch die Hans-Sachs-Ausstellung in der benachbarten Stadtbibliothek wurde sehr gerne angenommen. Somit war das Symposium ein würdiger Reformationsdekadenabschluss für die Stadt Nürnberg, die sich bereits im Jahre 1525 als freie Reichsstadt zum protestantischen Glauben bekannte.

Ilona-Maria Kühn,
Fotos und Abbildung Stadt Nürnberg

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