Reformationsjubiläum in Bayern
"Semper reformanda", "Magna Gratia" und "Concordia Mundi"

Seit vielen Jahrhunderten haben der Turm und die Glocken der St. Mang-Kirche in Kempten ihre Geschichte – und im Lutherjahr wird diese weitergeschrieben: Drei neue Bronzeglocken – „Semper reformanda“, „Magna Gratia“ und „Concordia Mundi“ – wurden jetzt über das freigelegte Südfenster im Turm in die Höhe gehievt! Statt bisher drei Glocken beherbergt der Turm nun fünf solcher Bronzeelemente in sich, denn die kleine Pax-Glocke soll künftig auf dem St. Mang-Platz eine neue Heimat finden – und auch zu besonderen Anlässen angeschlagen werden. – Am Jubel-Reformationstag – am 31. Oktober  um 15.17 Uhr  – werden alle Glocken ein erstes Mal gemeinsam läuten.

Gegossen wurden die drei neuen Glocken übrigens in Karlsruhe bei der Glockengießerei Bachert. Die größte hat ein Gewicht von 1134 Kilogramm, die mittlere wiegt 800 Kilogramm und die kleinste bringt immerhin 506 Kilo auf die Waage.

Grund für die Anschaffung der neuen Glocken war eine fehlerhafte Restaurierung in den 50er Jahren. Damals wurden zu harte Klöppel in die historischen Glocken eingesetzt. Jeder Schlag schadete den Glocken selbst, dem Glockenstuhl und dem Turm. Mit der Erweiterung des Geläutes werden auch die Klöppel saniert. Dennoch sollen die historischen Bronzeelemente nur mehr bei besonderen Anlässen angeschlagen werden.

Autorin: Monika Rohlmann