Reformationsjubiläum in Bayern
Reformationsjubiläum am Fridericianum

Zum 500. ‚Geburtstag‘ der Reformation gestaltete die Fachschaft Evangelische Religionslehre am Erlanger Gymnasium Fridericianum drei Tage im Zeichen des Reformators Martin Luther.

Auftakt war am 25.09. 2017 ein Vortragsabend zum Thema „Vom Thesenanschlag zum Lutherkeks. 500 Jahre Reformation zwischen Mythos und Wirklichkeit“. Ein von der Klasse 7ab liebevoll gestalteter Kurzfilm führte die Zuhörer kurzweilig in die Biographie Luthers ein.

Der Referent des Abends, Herr Christian Düfel, Beauftragter der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern für die Reformationsdekade, eröffnete dem Publikum in einem sehr engagierten, kenntnisreichen Vortrag Einblicke in das gesamte Spektrum der Reformationsgeschichte vom Humanismus bis zur aktuellen Weltausstellung in Wittenberg. Dabei wurde besonders deutlich, dass die Reformation sehr schnell kein innerkirchliches Geschehen mehr war, sondern gesamtgesellschaftliche Auswirkungen bis heute hat.

Musikalisch stimmig eingerahmt wurde Düfels Vortrag vom Kammerchor unter der Leitung von Bernhard Eckl. Lieder von Orlando di Lasso und von Luther selbst trugen wesentlich mit dazu bei, dass es wirklich ein „Feier-Abend“ wurde … Anschließend konnten sich die Gäste bei einem kleinen Umtrunk mit Lutherkeksen stärken, und es war Gelegenheit, sich in der durch Schüler der Q 11 gestalteten „Übersetzungswerkstatt“ umzuschauen und bei einem Büchertisch zum Thema ins Gespräch zu kommen.

An beiden darauffolgenden Tagen stand dann das Reformationsmobil für die Schüler auf dem Pausenhof. Zwei Mitarbeiter der Kirche führten die Klassen durch ‚ihr‘ fahrendes Museum, erzählten den Jüngeren gut gelaunt und schülernah von Luther, Buchdruck und der Übersetzungskunst und regten die Größeren an, sich z.B. zum Thema ‚Religion und Toleranz‘ Gedanken zu machen.

Auch in den Pausen war der Bus geöffnet, und viele Schüler nutzten die Gelegenheit, die historische Druckerpresse zu betätigen und sich den 23. Psalm oder die Jahreslosung selbstgedruckt als Erinnerung mitzunehmen. Andere wählten die öffentliche Form und schlugen beherzt ihre eigene, moderne These zum Weltgeschehen an die Tür …

Wir danken allen, die – in welcher Form auch immer – dazu beigetragen haben, dass die Reformation an unserer Schule gefeiert und ins Bewusstsein gerufen wurde und jeder Schüler sich später erinnert, da war mal was mit einem Bus und dem Luther und dem Thesenanschlag …

Bilder: M. Kuen; Text: S. Hebecker / Dr. S. Kleinöder-Strobel