Reformationsjubiläum in Bayern
Orgelkonzert zu Ehren von Martin Luther
Augsburg 11. Mai 2017

Die Stadt Augsburg, mit ihren vielen Beziehungspunkten zu Martin Luther, wo am 25.06.1530 die „ Confesio Augustana“ ausgerufen wurde, war ein würdevoller Ort, um ein besonderes Orgelkonzert stattfinden zu lassen. Die Heilig Kreuz Kirche, wo seit 1525 evangelisches Christentum gelebt wird, von den Fachleuten gerühmt für ihre Akustik, von nationalen und internationalen Künstlern sehr begehrt, war der richtige Konzertraum für Familie Leutert aus Hermannstadt, die sich vom 11.05 – 16.05.17 auf einer Konzertreise durch Deutschland befanden.

Am Donnerstag, 11.05 in München ankommend, wurden sie von Ute Bako, stellvertretende Vorsitzende der Kreisgruppe, in Augsburg herzlichst erwartet und zu allen Stationen, wo Martin Luther gelebt, getagt und kommuniziert hat in Augsburg, hingeführt. Um 19:00 Uhr fanden sich Landsleute, Augsburger und Reisende ein, um einem Konzert, von den Künstlern selbst als eine „vier händige und vier füßige aus vier Ecken Europas und über 4 Jahrhunderte“ auf 3 Tasteninstrumenten spielender Darbietung zu lauschen.

Jürg Leutert,  moderierte selbst zu den Liedern und mit einer Symphonie aus Norwegen, vierhändig an der Orgel gespielt, starteten sie ihre einstündige Darbietung. „Das Karpatengewitter“ von D.G. Türk, überzeugte mit Tönen wie Glockengeläut, mit Vogelgezwitscher und letztendlich erkannten, alle Siebenbürger, die Volksweise „Äm Hontertstroch“. Es folgte der Lobgesang Marias „ Magnificat“ von Manuel Rodriques de Coelho aus Portugal, wunderschön mit Gesang und die „Sonata für 2 Orgeln Allegro“ von Josef Blanco aus Spanien. Ein Stück mit geistlichem Text aus der Zeit der Reformation, von Hans Haselböck, wurde von Darbietungen von italienischen Komponisten wie, Franz Tunder und Sebastian Raval abgelöst. Beschwingt, die vier Duette von C.Ph.E.Bach von 1667 und mit dem „Cäcielienmarsch“ von P. Anselm Schubinger aus der Schweiz endete ein gigantisches Konzert und man wollte die Künstler nicht gehen lassen.

Mit einem Norwegischen Wiegelied gespielt an der Orgel und mit Widderhorn verabschiedeten sich die Künstler. Helmut Schwarz, Vorsitzender der Kreisgruppe, dankte ihnen herzlichst und überreichte ihnen ein Präsent. Ihr Ziel, mit ihrer Konzertreise, europäisches Denken zu fördern, ist ihnen in Augsburg gelungen. Gedankt sei hiermit Ute Bako und Annemarie Klein für die Koordination, Organisation dieser Veranstaltung.

Zu den Künstlern:

Brita Falch Leutert, ist in Norwegen aufgewachsen, studierte Kirchenmusik anschließend auch in Holland, wo sie Jürg Leutert vom Zürichsee stammend, kennenlernte. Sie arbeiteten zusammen 10 Jahre am Zürichsee und seit diesem Jahr ist sie die Nachfolgerin von Frau Phillippi, übernahm  die Stelle als Kantorin an der Stadtpfarrkirche Hermannstadt in Siebenbürgen. Jürg Leutert ist seit Februar 2015 Leiter des Bachchores und Musikwart der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien. Sie unterstützen sich gegenseitig und wechseln manchmal die Funktionen. Als Kantoren führten sie u.a. vier verschiedene barocke Passionen auf, pflegen weiterhin die nordnorwegische Volksmusiktraditionen, bis zurück zur Zeit der Wikinger, mit verschiedenen archaischen Musikinstrumenten.

Bild und Text: Rosemarie Schwarz

 

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