Reformationsjubiläum in Bayern
Ökumenische Diskussionsabende
Lohr a.Main 20. April 2017

Die evangelische Kirchengemeinde hat zusammen mit der katholischen Pfarrgemeinde zu zwei Diskussionsabenden eingeladen. Am ersten Abend trug Prof. Werner Klän auf Einladung der evangelischen Kirchengemeinde im katholischen Pfarrsaal vor etwa 40 Zuhörern die Kerngedanken der Reformation vor. Werner Klän ist Dozent für Systematische Theologie und Kirchengeschichte an der Lutherischen Hochschule Oberursel bei Frankfurt. Auch der zweite Abend, der im evangelischen Gemeindezentrum Ulmerhaus stattfand, fand guten Anklang. Der Referent, Johannes Weiß, ist Dozent für Kirchengeschichte an der Uni in Würzburg und hat als Spezialgebiet die Fränkische Kirchengeschichte. So erfuhren die Hörer exemplarisch, wie sich die Würzburger Fürstbischöfe im Zeitraum von rund 100 Jahren nach Beginn der reformatorischen Bewegung zu dieser verhalten haben. Es wurde deutlich, dass es verschiedene Zwischenhaltungen gab zwischen „alter“ und „neuer“ Lehre.

Beide Gesprächsabende wurden von katholischen und evangelischen Christen wahrgenommen und trugen zur Begegnung und besserem Kennenlernen bei – für beide Konfessionen wichtige Schritte in Lohr am Main, das durch die Rienecker Grafen ab den 1540er Jahren für einige Jahrzehnte reformatorisch geprägt wurde, aber spätestens seit 1600 rekatholisiert wurde. Erst 1870 wurde ein Betsaal für die evangelischen Christen in Lohr gebaut.

© Till Roth, Dekan Lohr a. Main

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