Reformationsjubiläum in Bayern
Magdalena Himmelstürmerin

Schauburg, 14.02.2017. Magdalena ist 14 Jahre alt, als der Augustinermönch und Theologieprofessor Martin Luther seine 95 Thesen an die Türen der Schlosskirche zu Wittenberg schlägt. Das Thema ist der damals weit verbreitete Ablasshandel.

Wie schmutzig dieses Geschäft ist, hat Magdalena am eigenen Leib bitter erfahren. Bei einem Bergwerksunglück kommt ihr Vater ums Leben und der kleine Bruder wird schwer verletzt. Da die Mutter die Entschädigungssumme nicht für einen Arzt, sondern für einen Ablass ausgibt, stirbt auch er. Daraufhin verliert die Mutter jeden Lebensmut. Sie kann das Haus nicht mehr halten, kommt ins Armenhaus, und Magdalena wird zur Tante nach Wittenberg geschafft.

Magdalena erlebt Wittenberg als ganz neue Welt. Sie stürmt von einer neuen Erfahrung zur nächsten und das von den Eltern vermittelte altmodische Weltbild bricht zusammen. Sie verliert den Glauben an die Wirksamkeit des Ablasses. Sie erlernt die Kunst des Heilens und des Lesens. Dann hört sie die Thesen von Martin Luther und verliebt sich in einen Anhänger der Lutheraner. Immer tiefer gerät sie in den Strudel der kirchlichen und politischen Auseinandersetzungen der Zeit.

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