Reformationsjubiläum in Bayern
Luthers AN-Sichten

Ausstellung in Ansbach vom 11.10.-05.11.2017

Das Projekt „Luthers AN-Sicht“ war eine Ausstellung von Schülerarbeiten, die für alle Ansbacher Schulen ausgeschrieben war. Ziel war es, Schülerinnen und Schüler mit dem Thema Reformation in kreativer und informativer Weise in Berührung zu bringen und dies auf alle Schultypen, Alterskassen und alle Schulfächer auszudehnen.

Dies ist gelungen, denn es haben sich 10 Klassen aus 7 unterschiedlichen Schultypen beteiligt. Mitwirkende waren das Gymnasium Carolinum, das Platengymnasium, das Theresiengymnasium, die Berufsförderschule Robert Limpert, die Evangelische Schule Ansbach, die Mittelschule Güll und die Grundschule Eyb. Von der 3. Klasse der Grundschule bis zur Oberstufe haben sich alle Altersstufen beteiligt. Die Ausstellungsbeiträge wurden in den Fächern Mathematik, Chemie, Kunsterziehung und Geschichte, Hauswirtschaft und Religion erarbeitet. Die Exponate waren sehr unterschiedlich und zeigten eine große Kreativität im Umgang mit dem Thema. So gab es „Luther-Warhols“, getöpferte Lutherrosen, Comicgeschichten, eine Bilder-Fotostory, Totenmasken in Anlehnung an Luthers Totenmaske, die Umsetzung von Lutherzitaten mit aktuellen Bezügen, Plakate zur Mathematik des Zeitgenossen Michael Stiefel, ein Lutherportrait, der Lebenslauf der Katharina von Bora in Leporello und weitere Formen. Die Limpertschule hatte im Fach Hauswirtschaft Lutherkekse gebacken, die dann schön verpackt zum Kauf auch in der Ausstellung angeboten wurden. Und über action-bounds konnte ein Stadtrundgang auf das Handy geladen werden, der an Punkte in Ansbach führte, die mit Luther in Verbindung stehen.

Die Gotische Halle im Stadthaus der Stadt Ansbach war der Ausstellungsort. So wurde die Ausstellung als eine Kooperation der Stadt Ansbach ausgeschrieben und durch das Amt für Kultur- und Tourismus auch tatkräftig und finanziell unterstützt, zum Beispiel durch die Erstellung des Flyers und der Plakate und die Übernahme der Druckkosten. Im Rahmen der Lutherveranstaltungen in Ansbach war die Ausstellung in den beiden Infoheften beworben. Auch bei der Einrichtung der Ausstellung hat eine Mitarbeiterin des Amtes tatkräftig mitgeholfen und es wurden Rahmen und Stellwände zur Verfügung gestellt.

„Luthers AN-sicht“ wurde am 11. Oktober 2017 um 15 Uhr durch den Schirmherrn Landesbischof Henrich Bedford-Strohm mit einer Vernissage eröffnet. Dies fand in der gleich gegenüberliegenden Kirche St. Gumbertus statt, da die Räumlichkeiten im Stadthaus die zahlreichen Besucher (zirka 300 Menschen) nicht hätte aufnehmen können.

Bei der Eröffnung wurden alle Klassen mit einem kleinen Preis geehrt und ihre Arbeiten vorgestellt. Der Schirmherr hielt eine Ansprache und dankte allen Schülerinnen und Schülern für ihr Engagement und den kreativen Umgang mit den Themen der Reformation, die die Aktualität der Fragen und Ansichten Luthers und seiner Zeit wiederspiegelten.

Bei der Veranstaltung spielte die Band der Evangelischen Schule den einstudierten Luthersong von Adi Manseicher. Auch der Stellvertretende Dekan Martin Reutter und der 2. Bürgermeister Thomas Deffner überbrachten Grußworte, die das Engagement der Schülerinnen würdigten. Im Anschluss wurde die Ausstellung im Stadthaus eröffnet. Hierzu wurden Süßigkeiten und Getränke gereicht.

In der Folgezeit besuchten zahlreiche Schulklassen die Ausstellung ebenso wie interessierte Einheimische und Touristen von nah und fern.

In seinem Bischofsbericht im November hat Heinrich Bedford-Strohm die Ausstellung als einen Punkt der Reformationsveranstaltungen wie folgt erwähnt:

Im Oktober zeigten das evangelische Dekanat und die Stadt Ansbach im Ansbacher Stadthaus eine Ausstellung von Schülerarbeiten unter dem Titel „Luthers ANsichten“. Kinder und Jugendliche mehrerer Ansbacher Schulen hatten sich in den Monaten vorher mit Luther, seiner Lehre, seiner Familie und Zeitgenossen auseinandergesetzt. (…) Die Kreativität der Schülerinnen und Schüler, die sich darin zeigte, hat mich begeistert. Das war eines der Projekte, die das Reformationsjubiläumsjahr so erfolgreich gemacht haben: es war eine Initiative vor Ort, die Kirche hat sich mit einer außerkirchlichen Institution, in diesem Fall der Stadt Ansbach, zusammengetan. Und es lebte von der Beteiligung vieler junger Menschen. Ich hoffe, dass aus solchen Projekten viele Impulse für die Zukunft kommen!

Diese Stellungnahme zeigt, wie die Ausstellung gewirkt hat, und wurde von vielen anderen Besuchern bestätigt. Sie war ein kleiner Beitrag auf lokaler Ebene zum Lutherjahr.

Susanne Marquardt