Reformationsjubiläum in Bayern
Luther ´Kreuz und Quer´

Die Vorbereitungszeit begann im Mai und nach und nach haben wir ‚echte‘ mittelalterlich anmutende Lutherlieder (Kompositionen von Martin Luther): ‚Verleih uns Frieden‘, ‚Aus tiefer Not‘, ‚Vater Unser im Himmelreich‘ sowie Kompositionen zu Luthertexten (‚Hier steh ich-Amen‘, ‚Ich will selber denken‘)- einige davon aus dem Luther-Pop-Oratorium einstudiert. Parallel zur musikalischen Arbeit entstand eine Moderation, die sich damit beschäftigte, ‚wofür Luther stand‘, was seine ‚Berufung‘ und was sein ‚Credo‘ war. Daher hatten wir ‚Chosen‘, einen zeitgenössischen Gospel von C. Bridges, ein ‚CREDO‘ von Ralf Größler sowie ein ‚AMEN‘ von John Rutter -verbunden mit einer passenden Moderation ins Programm aufgenommen.

Viele deutschsprachige Lieder waren dabei: einige aus dem Pop-Oratorium Luther (‚Wer ist Luther‘, ‚Am Anfang war das Wort‘, ‚Selber denken‘, ‚Gottes Kinder‘), daneben das Motto-Lied ‚Dies ist die Weise wie Gott naht‘ von I. Schmitz-Jeromin und das Publikum konnte einige Passagen verschiedener Lieder mitsingen.

Auch ökumenisch waren wir: nicht nur, dass gegebener maßen unser ‚anerkannter Ökumenischer Chor‘ „Diener“ der katholischen und evangelischen Kirche ist und eine ökumenische Zusammensetzung hat, die Lieder ‚Verleih uns Frieden‘ und ‚Aus tiefer Not‘ stehen im katholischen Gotteslob sowie im evangelischen Gesangbuch!

Für Überraschung hat unser ‚Crossover-Song‘ ‚Aus tiefer Not‘ gesorgt:

das Lied wurde vierstimmig als phrygischer Choralsatz mit Orgelsound begleitet, inhaltlich hatten wir das Lied ‚erweitert‘, indem wir zwischen die mittelalterlichen Texte von Luther zeitgenössische Rap-Texte gepackt hatten, die die Sorgen und Nöte im 21. Jahrhundert widergaben, von uns extra für das Lutherkonzert ‚entwickelt‘. Damit konnten wir einen Bogen zwischen damals und heute spannen – die Probleme der damaligen Zeit sind eigentlich sehr vergleichbar mit unseren aktuellen.

Besonders gelungen war bei unserem Konzert die Instrumentierung: unser ePiano wurde mehrfach zwischen Cembalo-Klang und Rockpiano-Sound umgeschaltet, choreigene Instrumentalisten (Geige, Querflöten, Klarinette, Saxophon, eBass, eGitarre) begleiteten die Lieder mal mittelalterlich (Verleih uns Frieden), mal rockig (Oratoriumslieder).

Zudem können  wir uns -Dank dem Landeskirchenzuschuss- einen professionellen Cellisten sowie einen Schlagzeuger leisten.

Die Kirche war gesteckt voll, die Stimmung war gut und das Publikum hat eine musikalische und spirituelle Reise von der Zeit Luthers bis jetzt absolviert.

Christoph Demmler

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