Reformationsjubiläum in Bayern
Luther in Zinn

Lebens- und Reformationsgeschichte in Zinnfiguren-Dioramen

Die Ausstellung konnte als Wanderausstellung vom Städtischen Museum Halberstadt übernommen werden. Die 30 Stellwände zeigen mit Hilfe von Zinnfiguren-Dioramen Einblicke in Luthers Leben und die Reformationsgeschichte.

Ergänzend wurden zur Regensburger Reformationsgeschichte zwei weitere Stellwände neu entworfen und in gleichem Design und Größe hinzu gefügt. Die Ausstellung fügte sich in den gotischen Chor der ehemaligen Spitalskapelle und ihr barockes Chorgestühl so harmnisch ein, dass es wirkte, als sei die Ausstellung speziell für diese Örtlichkeit konzipiert worden.

Die Ausstellung wurde von rund 2.000 Besuchern besucht, ebenso von den Teilnehmern der abendlichen Stadtmaus-Führungen, in denen der Besuch der Kirche den einzigen historischen Innenraum darstellte, der schon deshalb stets einen besonderen Höhepunkt der Führungen bedeutete. Fachlich geschulte Aufsichtskräfte unterrichteten die Besucher über die Besonderheiten der Regensburger Reformationsgesschichte, die u.a. der barocken Deckenausmalung zu entnehmen ist, die das typisch lutherische Bildprogramm des auf Cranach zurück zu führenden „Gesetz- und Gnade“-Themas visualisiert. In keiner der anderen Regensburger Ausstellungen war darüber anderweitig zu erfahren.

Die im Rahmenprogramm angebotenen drei wissenschaftlichen Vorträge wurden von den Teilnehmern sehr positiv beurteilt, zumal sie die Themen Ökumene und Luther-Rezeption in Ostdeutschland aufgriffen und vertieften:

  • Martin Luther – der erste Protestant; Prof. Dr. Thomas  Kothmann, Universität Regensburg, Lehrstuhl für Religionspädagogik
  • „Nicht an Worten, an den Taten kennet sie …“ – Die Deutschen und ihr Luther; Roland Rittig, Dozent der Germanistik Universität Halle, Kunsthistoriker
  • 500 Jahre Reformation. Ein ökumenisches Ereignis? Prof. Dr. Martin Hailer, PH Heidelberg, Evang. Theologie

Die Zusammenarbeit mit dem Museum Halberstadt funktonierte sehr harmonisch, der Direktor, Herr Armin Schulze, ließ es sich nicht nehmen, die Ausstsellung mit zwei Helfern persönlich auf- und später wieder abzubauen. Er übernahm am Tag der Eröffnung vor rund 80 Besuchern den Ausstellungsvortrag.

Die Ausstellung ergänzte weitere Luther- und Reformationsausstellungen in Regensburg in wesentlichen Punkten.

Prof. Dr. Hans-Christoph Dittscheid

Zum Öffnen der Bildergalerie bitte auf das Bild klicken (Bilder der Aussstellung sowie Vortrag Prof. Martin Hailer). Fotos: Nils Wiesenberg