Reformationsjubiläum in Bayern
Leben nach Luther
Münnerstadt 01. März bis 02. April 2017

Viel Zeit ist nicht. Bereits am Morgen nach dem letzten Ausstellungstag werden sämtliche Exponate aus dem Haus getragen und erpackt. Die Arbeit ist schnell erledigt, denn es haben sich genug Helfer gefunden. Und das gilt für die gesamte Ausstellung samt Rahmenprogramm. „Es ist fantastisch, wie in Münnerstadt zusammengearbeitet wird“, sagt Christine Schikora vom Verein „Zukunft für das Heimatspielhaus“. Die Besucher hätten es extrem spannend gefunden, dass so eine Ausstellung des Deutschen Historischen Museums Berlin auch einmal in Münnerstadt zu sehen ist. Der Verein habe die Ausstellung zwar initiiert, aber besonders beim Rahmenprogramm habe sich die gute Zusammenarbeit mit anderen Vereinen und Institutionen gezeigt. „Sie waren alle mit Begeisterung dabei, es war ein tolles Rahmenprogramm“, lobt Christine Schikora.

Erwartungen übertroffen
Projektleiter Wilhelm Neugebauer hat fast fünf Wochen lang das Heimatspielhaus auf- und zugeschlossen. Und er hat ein wenig Buch geführt. Knapp 2000 Besucher sind es insgesamt gewesen, je zur Hälfte in der Ausstellung selbst und in den zahlreichen Begleitveranstaltungen, wie Theater, Lesungen, Vorträge und Konzerte. „Meine Erwartungen sind weit übertroffen worden“, sagt er. Besonders hat sich der ehemalige Lehrer darüber gefreut, dass so viele Schulklassen gekommen sind. Mit dem Kinderheft „Walpurga, die Pfarrmaus“ für die jüngeren und einer Wissensrallye für die älteren Schüler war die Ausstellung vom Deutschen Historischen Museum bewusst auch für diese Altersgruppen konziptiert. „Das hat sich herumgesprochen“, sagt Wilhelm Neugebauer.

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Er war als Projektleiter eingesetzt und hat sich in dieser Funktion auch darum gekümmert, dass sich genügend Leute für die Aufsicht finden. Denn schließlich war die Ausstellung an sechs Tagen die Woche für sieben Stunden offen. 55 Helfer hat er dafür gebraucht und auch problemlos bekommen. Und die sind bei weitem nicht alle Mitglied im Verein.

Hellauf begeistert von der Vorbereitung und der Durchführung der Ausstellung mit den Begleitveranstaltungen ist der Vorsitzende des Vereins „Zukunft für das Heimatspielhaus“, Martin Kuchler. „Ich bin noch immer beeindruckt, dass alle, die ich angesprochen habe, sofort mitgemacht haben“, sagt er. Die Ausstellung habe auf viele verschiedene Bereiche eingewirkt. Als ein besonderes Beispiel nennt er die Veranstaltung der Liedertafel mit Peter Rottmann. Im Reformationsjahr sind Luther-Lieder gesungen und Luther-Texte gelesen worden. Und das in der Klosterkirche. „Besser kann man Ökumene heutzutage nicht dokumentieren.“

Nach dem Erfolg überlegt Martin Kuchler, ob es nicht möglich wäre in der Fastenzeit jährlich eine Ausstellung mit Rahmenprogramm zu organisieren. Es habe sich doch gezeigt, dass das Potenzial, das Interesse und die Bereitschaft da seien. Das müssten ja nicht die selben Veranstalter wie heuer sein. Das waren der Verein „Zukunft für das Heimatspielhaus“, und das Ortskuratorium Deutsche Stiftung Denkmalschutz in Kooperation mit der evangelischen Kirche, der katholischen Kirche, der Stadt Münnerstadt und der Galerie Pfarr im Heimatspielhaus.

Text: KIS – Münnerstadt

Bild © Thomas Malz

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