Reformationsjubiläum in Bayern
Konficamp
Am 19. Juli fuhren wir mit einer aufgeregten Gruppe von Konfirmandinnen und Konfirmanden aus den drei Kirchengemeinden Gnodstadt, Gnötzheim und Weigenheim von Uffenheim, bzw, Marktbreit über Würzburg Erfurt, und mehrere weitere Umstiegsbahnhöfe nach Wittenberg. Trotz der langen Reise blieb die Laune gut. In Wittenberg wurden wir am Bahnhof von einer freundlichen Gauklergruppe empfangen und mit Trinkwasser verwöhnt. Der Shuttle-Bus brachte uns dann an das Konficamp. Die Koffer holperten über den Weg zu den Zelten. Unser Zeltdorf De­brecen bot ausreichend Platz, da weniger Konfirmanden angereist waren, als Platz gehabt hät­ten.
Das Willkommensfest stieß auf große Begeisterung. Nach der langen Reise waren die Jugend­li­chen abends müde und es hätte nicht viel Unterstützung durch die Teamer gebraucht, dass Nacht­ruhe eingekehrt wäre, wenn da nicht die Unwetterwarnung gekommen wäre und uns alle zu einem überraschenden Fußmarsch eingeladen hätte, zu der uns bestimmten Schulturnhalle als vorläufige Unterkunft. Einige schliefen dort gleich ein, doch nach kaum einer Stunde durften wir wieder zurück laufen ins Konficamp.
Der Morgen sah uns etwas übernächtigt, aber gespannt auf das Programm. Hochmotiviert führten die Hauptamtlichen Teamer uns ein in das Tagesprogramm. Bei den Filmen enttäuschte gelegent­lich die schlechte Tonqualität. Doch in den anschließenden Arbeitsgruppen wurde spürbar, dass sich die Konfirmand*Innen gerne und offen auf die Themen einließen. Das Nachmittagsprogramm löste anfangs Skepsis bei denen aus, die sich nicht gleich entscheiden konnten und die gerne mehr gewusst hätten, was sie erwartet. Aber dann ließ sich spüren, dass auch bei den anfangs Unzufriedenen sich überraschend große Zufriedenheit ausbreitete. Jeder konnte der Gruppe, in der er gelandet war, etwas Positives abgewinnen.
Besonders die Baskettballer unter unseren Konfirmand*innen gingen hochzufrieden nach einem ersten Platz an diesem Tag schlafen. Zuvor hatten alle auch an den Gute-Nacht-Gottesdienst im Taizé-Zelt teilgenommen. Bei der Stadtführung und dem Ausflug nach Wittenberg war bei manchen schon etwas Erschö­pfung zu spüren, doch die meisten ließen sich gerne auf die Angebote ein und nahmen viele Eindrücke mit nach Hause. Besonders das Assisi-Panorama beeindruckte und das Angebot des CVJM sich hoch hinaus zu wagen, begeisterte die dort Teilnehmenden.
Highlights der Tage war für die Jugendlichen sicher die Musik der Bands und die Stimmung im zentralen Zelt, die freundlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die tolle Verpflegung und das Crowdsurfen über den Köpfen der anderen Jugendlichen.
Bei bester Stimmung und mit „Gute-Laune“-Gesängen ging es im Bus am Sonntag nach Hause, wo die Kinder begeistert erzählten. Sie hatte definitiv Lust auf mehr Konfi-Camps gewonnen und die meisten würden sofort wieder hinfahren, auch gerne als Betreuer.
Offen bleibt, ob sich eine Konfi-Camp Arbeit im Dekanat entwickeln kann.
© Christoph Schwethelm