Reformationsjubiläum in Bayern
Gibt es da wirklich etwas zu feiern?
Windsbach 19. Mai 2017

Kulmbach-Kreuzkirche. Der Vortrag zum Thema „Reformationsjubiläum – Gibt es da wirklich etwas zu feiern?“ beleuchtete dieses reformatorische Grundanliegen „Allein aus Gnade“ von mehreren Seiten: Luthers Frage nach dem gnädigen Gott werde heute zwar kaum mehr gestellt, aber letztlich herrsche doch in unserer Zeit keine solche „Kultur der Gnade“: „Überall zählt nur, wer Leistung bringt, wer am besten tanzt oder am schönsten singt…“. Kirche sei demgegenüber der Ort, in der diese „Kultur der Gnade“ herrschen solle, in der man – befreit vom Leistungsdruck, Gott zu gefallen – aus der Gnade Gottes leben könne, um auch gnädig mit seinem Nächsten umzugehen. Der Referent zitierte Luther: „Die conditio richtet alles Unheil an“. Reformatorische Theologie befreie von allen Ansprüchen der heutigen Zeit an den Menschen. Es sei Aufgabe der Theologie, die Befreiung vom Leistungsdruck in unserer Zeit durch Gottes Gnade zu formulieren.

Mit vielen Beispielen, auch aus dem persönlichen Umfeld, vermochte es der Referent, die Botschaft von der Gnade Gottes neu aufleuchten zu lassen. Die Entdeckung dieser Gnade Gottes sei der eigentliche Grund, das Reformationsjubiläum zu feiern.

Bild © K. Miercke

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