Reformationsjubiläum in Bayern
Frauen in der Reformationszeit
Nürnberg 05. November 2017

Candle-Light-Dinner – mit Vortrag zum Abschluss der Ausstellung „Vom Dunkel ins Licht“

Im Rahmen der Ausstellung „Vom Dunkel ins Licht“ wurde als Finissage ein Candle-Light-Dinner mit Vortrag angeboten.

85 Frauen folgten der Einladung. Ein „letzter Blick“ auf die Ausstellung, ein kleines Festmenü und Musik zur Untermalung bot den geeigneten Rahmen.

Die Referentin, die Historikerin Nadja Bennewitz, beleuchtete in ihrem Vortrag das Engagement von Frauen für den eigenen Glauben und die Auswirkungen bis in unsere heutige Zeit. Die Beteiligung der Frauen damals war vielfältig, viele nutzten die kirchenpolitische Umbruchsituation um selbstbestimmt ihre religiöse Überzeugung zu leben. Nicht immer ging es fair zu, kämpferisch und auch erbarmungslos verteidigten die Frauen „ihren Glauben“.

Nach dem Vortrag bot sich die Gelegenheit der Frage nachzugehen: Was hat die Reformation den Frauen eingebracht? Individuelle Emanzipation der Festschreibung auf Ehe und Haushalt?

Während dieser Diskussion wurde die doch sehr ambivalente Persönlichkeit Martin Luthers angesprochen: Die Notwendigkeit der „Veränderung“ der Kirche, das Bestreben Luthers zur Bildung bereits für Kinder, seine Übersetzung der Bibel (deutsche Sprache) aber auch seine „dunklen Seiten“ seine Ausfälle gegenüber Juden u.v.m.

Einen breiten Raum nahmen dann die Fragen, Überlegungen und Auswirkungen zur Rolle der Frau in der Ehe nach christlichem Verständnis heute und die individuelle Emanzipation ein. Lebhaft und motiviert wurden unterschiedliche Sichtweisen angesprochen. Wie selbstbewusst „verteidigen“ wir heute die persönlichen Positionen?

Gerda Fickenscher