Reformationsjubiläum in Bayern
Die ewige Metamorphose
Fürth 18. Februar bis 11. März 2018

Die Malerin Sascha Banck und der Komponist Johannes Brinkmann haben zum Reformationsgedenken ein Gesamtkunstwerk geschaffen, das den Kirchenraum neu füllt und sich zugleich in Freiheit dem Kirchenraum entzieht. Spannung und Nähe zwischen Kirche und Kunst wird in den abstrakten Malereien und den gänzlich mit Percussionsinstrumenten erzeugten Klängen lebendig.

Auf fünf acht Meter lange fast transparente Bahnen im Chorraum wurden Linien, Formen und Figuren, die sich ineinander und auseinander entwickeln, projiziert. Dazu sind Töne und Klänge aus dem ganzen Kirchenraum zu hören. Sichtbares und Hörbares sind direkt aufeinander abgestimmt. Es ist ein fortlaufendes faszinierendes Geschehen im dunklen oder halbdunklen Kirchenraum.

Die Installation war täglich geöffnet und wurde rege besucht.

In den Gottesdiensten wurde die Installation zum Thema. Sie hat mit künstlerischen Mitteln der Frage nach dem Menschen, nach seiner stetigen Veränderung und danach Raum gegeben, dass der Mensch sich selbst nicht in der Hand hat. Wandelbarkeit und Kontrollverlust schafften Bezüge zu Grundeinsichten der Reformation: Das Wesentliche hat der Mensch nicht selbst in der Hand, es wird geschenkt.

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Jörg Sichelstiel
(Text und Fotos – zum Öffnen der Bildergalerie bitte auf das Bild klicken)