Reformationsjubiläum in Bayern
Das Reformationsjahr in der Kreuz Christi Kirche

Höhenkirchen: Das Reformationsjubiläum als Festjahr zu gestalten, machte es möglich, sehr verschiedene Veranstaltungen für unterschiedliche Zielgruppen zum Reformationsjubiläum in einem gemeinsam beworbenen Programm zusammenzufassen. So ist es gelungen, das Jubiläum zwischen November 2016 und 31. Oktober 2017 lokal und regional im Gespräch zu halten, in einem Umfeld, das historisch von der Reformation unberührt und traditionell katholisch geprägt ist. Die einzelnen Veranstaltungen haben dadurch gegenseitig aufeinander aufmerksam gemacht. Alle Veranstaltungen waren gut bis sehr gut besucht, weit über unseren Erwartungen. Wichtig war die Markierung des Auftakts mit dem Gottesdienst am 6.11.2016, die für die Gemeindemitglieder, aber auch für die Lokalpresse das Thema ins Bewusstsein rief.

Es ist gelungen, über Martin Luther (Liedpredigten, LutherLesen, Luther-Essen, Projekt Martin-Luther-Platz) die inhaltliche Breite der Reformation und die zeitliche Tiefe des Protestantismus über 500 Jahre hinweg zur Darstellung zu bringen, etwa durch die „Evangelischen Profile“ (von Philipp Melanchthon bis Martin Luther King), auf der Gemeindereise, oder bei der Ausstellung „Frauen der Reformation“. Die Methoden und Mittel waren sehr vielfältig, bis hin zum eigenen „Reformator“-Bier aus der Brauerei im Gemeindeteil Aying oder den vielfach für Veranstaltungen selbstgebackenen Luther-Keksen.

Besonders erfreulich war das große ökumenische Interesse. Nicht nur bei den ökumenischen Veranstaltungen des Festprogramms (Ortskirchentag, Buß- und Bettag, Einheit der Christen), sondern auch sonst waren Katholiken unter den Besuchern gut vertreten. Die Einbindung des Festjahrs in das kommunale Kulturjahr 2017 hatte dagegen wenig Effekt.

Ein Glücksfall war, dass das Festjahr mit der Umgestaltung des Bereichs vor der Kreuz-Christi-Kirche zum Martin-Luther-Platz einen Ziel- und Höhepunkt mit der prominenten Einweihung am 31.10.2017 hatte. Die Planung und die Bauarbeiten erregten hohes öffentliches Interesse, das wiederum auf das Programm des Festjahrs weitergeleitet wurde. Ein Höhepunkt der medialen Aufmerksamkeit war der Beitrag des Evangelischen Fernsehens https://youtu.be/55zcozAYz-Y

Durch den Martin-Luther-Platz mit seinen fünf Stelen und der Luther-Rose als Bodenbild wirkt das Reformationsjahr in Höhenkirchen sichtbar weiter. Eine Veranstaltung „Reformation aktuell“ soll nun jedes Jahr kurz vor dem 31.10. darauf Bezug nehmen. Für 2018 ist Prof. Dr. Gunther Wenz eingeladen, zum Thema „Was ist Reformation?“

Pfr. Thomas Lotz