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Toleranz der Woche

Nr. 01: SpeiseReise

Ein Erfolgsrezept

Gemeinsames Essen und Feiern verbindet Menschen über die Grenzen von Religion, Kultur und Nation hinweg. So entstand 2002 die Idee, über eine Art „Kochkurs“ Menschen für die christlich-islamische Begegnung zu gewinnen.
Bei den SpeiseReisen steht das gemeinsame Erleben und Tun, Kochen, Erzählen und Feiern im Mittelpunkt.

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Anhand der Feste des christlichen Kirchenjahres, wie z.B. Erntedank, Weihnachts-, Oster- oder Pfingstfest sowie des islamischen Festkalenders, wie z.B. Fest des Fastenbrechens, Opferfest und Ashure, wurde eine SpeiseReise durch das Jahr entwickelt mit einzelnen religiös-kulinarischen Nachmittagen.

Umsetzung:

Die SpeiseReisen finden immer an Samstagnachmittagen von 16 bis 21 Uhr statt. Nach einer großzügigen Ankommens- und Vorstellungsrunde bei orientalischem Tee folgt eine inhaltliche Einführung zum Fest, entweder durch Mitarbeiterinnen aus der BRÜCKE oder durch Frauen, die von ihren Festerlebnissen erzählen. Danach werden das Festmenü und die einzelnen Speisen vorgestellt und die TeilnehmerInnen teilen sich in Kochgruppen auf. Gut zwei Stunden sind dann alle mit schneiden, brutzeln, backen und aufräumen beschäftigt, bis dann gegen 19.00 Uhr miteinander gegessen und gefeiert werden kann. Beim gemeinsamen Kochen kommen die Teilnehmenden ganz automatisch ins Gespräch über Gott und die Welt, und das fördert die Neugier und Achtung für die jeweils andere Kultur und Religion.

Das Modell der SpeiseReise ist beliebig erweiterbar und übertragbar, egal ob einmalig oder fortlaufend im Jahr. Ebenfalls können auch biographische Feste wie Taufe oder Beschneidung und Hochzeit hinzugenommen werden. Die Gerichte aus verschiedenen Ländern zeigen die kulturelle Buntheit der Religionen.